In der ZEIT kann man Kritik am Vorschlag der GKV-Finanzierungskommission lesen. Die Gesundheitsredakteurin Carla Neuhaus argumentiert unter der Überschrift „Lasst ihnen doch die Kügelchen!“, es brauche „Wettbewerb unter den Kassen“ – und der sei nun einmal nur über freiwillige Zusatzleistungen möglich.
Dass eine Gesundheitsredakteurin so einen alten Quark aufwärmt, ist erschütternd.… Weiterlesen ...
Autor: Udoessen999 Seite 1 von 14
Manchmal weiß man schon beim Lesen eines Teasers, wohin die Reise geht. Und manchmal liegt man damit leider genau richtig.

Das OLG Hamm hat entschieden, dass DHL in seinen AGB eine Ersatzzustellung beim Nachbarn vorsehen darf. So weit, so unspektakulär.
Doch nahezu die gesamte Berichterstattung macht daraus:
… Weiterlesen ...„Gericht billigt Abgabe beim Nachbarn.“
Ein aktueller Beitrag von Hermann‑Josef Tenhagen (den ich schätze) bei SPIEGEL online schiebt die Debatte um das Ehegattensplitting in eine Richtung, die längst nicht mehr steuerpolitisch, sondern gesellschaftsnormativ ist.

Dabei hatte Vizekanzler Lars Klingbeil die Richtung schon vorgegeben. Seine faktische Forderung, die Vollzeitbeschäftigung beider Partner müsse zur gesellschaftlichen Norm werden, war bereits ein bemerkenswerter Eingriff in die Freiheit individueller Lebensentwürfe.… Weiterlesen ...

Manchmal stolpert man über einen Vorschlag, der so atemberaubend neben der Sache steht, dass man sich fragt, ob man sich verlesen hat. Ein Gesundheitsökonom fordert ernsthaft eine „Kontaktgebühr“ von 15 Euro pro Arztbesuch – und präsentiert das mit der Selbstgewissheit eines Naturgesetzes. Nicht als politische Meinung, nicht als ideologisches Statement, sondern als vermeintlich wissenschaftlich begründete Notwendigkeit.… Weiterlesen ...
Ein Nachschlag zu: „Richterin Saleschs größter Fall“
Der Fall

In einer Folge des RTL‑„Familiengerichts“ wurde folgender Sachverhalt präsentiert:
Eine Frau beantragt, ihrem vermeintlichen Ehemann den Zutritt zur gemeinsamen Wohnung zu untersagen. Ihr Verdacht: Der Mann sei nicht ihr Ehemann, sondern dessen eineiiger Zwillingsbruder, der nach dem tödlichen Bergunfall des echten Ehemanns dessen Identität übernommen habe.… Weiterlesen ...
Es gibt Projekte, die nicht einfach scheitern, sondern etwas über ihre Urheber offenlegen. Das Metaverse gehört in diese Kategorie. Meta zieht die Notbremse – und plötzlich steht nicht nur ein technisches Experiment im Raum, sondern die Frage, wie ein Konzernlenker sich so fundamental in der Wirklichkeit (ver)irren konnte.

Wie ein Univadis‑Artikel unfreiwillig die deutschen Irrwege offenlegt

Es gibt Texte, die mehr über ein Thema verraten, als sie eigentlich sagen wollen. Der jüngste Univadis‑Artikel zur Digitalisierung im Gesundheitswesen gehört in diese Kategorie. Er präsentiert Ergebnisse des Innovationsfondsprojekts „NADI – Nutzen und Akzeptanz von Digital Health“ und benennt drei Erfolgsfaktoren: gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen, Investitionen und spürbar nutzenbringende Funktionen.… Weiterlesen ...
Warum Sozialstaatlichkeit mehr ist als Bedürftigenhilfe
Moderne Sozialstaatlichkeit wird häufig in einer verkürzten Logik diskutiert: Der Staat hilft denen, die es nicht schaffen. Wer leistungsfähig ist, organisiert sich privat. Solidarität erscheint in diesem Bild als subsidiäre Intervention – als Reparaturmechanismus für individuelle Defizite.

Ein schlagendes Beispiel für dieses Fehlverständnis lieferte kürzlich der Vorsitzende der Jungen Unternehmer, Thomas Hoppe, im STERN im Gespräch mit Helena Steinhaus von sanktionsfrei.de… Weiterlesen ...
In einem früheren Artikel habe ich beschrieben, warum die DB Cargo AG strukturell in einer „Mission Impossible“ steckt.
Die zentrale These lautete: Nicht einzelne Personen scheitern hier, sondern ein ungeklärtes System.

Mit dem nun vollzogenen Wechsel an der Spitze und den angekündigten tiefgreifenden Einschnitten verdichtet sich diese Analyse.… Weiterlesen ...
Eine neue Homöopathie-Studie zur homöopathieärztlichen Betreuung von Säuglingen (!) vom Dezember 2024 war schon wieder einmal auf dem besten Wege, als „Durchbruch in der Homöopathieforschung“ gefeiert zu werden. Veröffentlicht nicht in einem homöopathischen Nischenblatt, sondern in einem seriösen pädiatrischen Journal, dem European Journal of Pediatrics – also genau dort, wo man sich wissenschaftliches Renommee erhofft.… Weiterlesen ...