In der ZEIT kann man Kritik am Vorschlag der GKV-Finanzierungskommission lesen. Die Gesundheitsredakteurin Carla Neuhaus argumentiert unter der Überschrift „Lasst ihnen doch die Kügelchen!“, es brauche „Wettbewerb unter den Kassen“ – und der sei nun einmal nur über freiwillige Zusatzleistungen möglich.
Dass eine Gesundheitsredakteurin so einen alten Quark aufwärmt, ist erschütternd.… Weiterlesen ...
Kategorie: Sprache und Gesellschaft
Der vorherige Beitrag zum Thema NIUS / Daniel Günther ruft ein wenig nach einer Einordnung des Meinungsfreiheitsbegriffs, mit dem dort jongliert wird. Keine abschließende Analyse, nur ein paar Talking Points.

Grenzen der Meinungsfreiheit sind dem deutschen Verfassungsrecht nicht fremd, sondern konstitutiv.
Artikel 5 GG ist kein Free-Speech-Absolutismus, sondern Teil einer geordneten Freiheitsarchitektur.… Weiterlesen ...
Man kann Daniel Günther mögen oder ablehnen, seinen Vorschlag zur Social-Media-Nutzung unter 16 kritisch sehen oder begrüßen – das ist eine normale, demokratische Kontroverse. Was in den vergangenen Tagen um seinen Auftritt bei Markus Lanz geschah, ist jedoch von anderer Qualität. Es geht nicht um Streit in der Sache, sondern um eine Methode: Aus einer Aussage wird durch selektive Montage und suggestives Framing ein Vorwurf gebaut, der im politischen Raum dann als „Beleg“ zirkuliert.… Weiterlesen ...
Neulich landete eine Werbemail von Uber Eats in meinem Postfach. Ich nutze den Dienst nicht, aber der Satz, mit dem man mich ködern wollte, war bemerkenswert:
„Ein Preisnachlass von 10 Euro macht Essen zu einem aufregenden Erlebnis.“

Man muss diesen Satz zweimal lesen, um seine ganze Absurdität zu würdigen.… Weiterlesen ...
Es gibt Traditionen, die man pflegt, und solche, die man irgendwann aufgibt.
Der SPIEGEL hat sich offenbar entschieden, das neue Jahr mit einem kleinen sprachlichen Befreiungsschlag zu beginnen. Gleich im ersten Artikel des Jahres liest man dort:
„… vor allem wegen gefährlichen Aktionen mit Böllern und Raketen.“


Immer wieder begegnen einem wohlmeinende Initiativen, die gesellschaftliche Missstände durch eine Änderung des Grundgesetzes beheben wollen. Jüngst etwa die Forderung, Artikel 3 Absatz 3 um den Schutz vor Benachteiligung wegen familiärer Fürsorgeverantwortung zu ergänzen. Das Anliegen ist berechtigt – die Unsichtbarkeit und strukturelle Geringschätzung von Care-Arbeit ist ein reales Problem. Aber der gewählte Weg ist systemfremd.… Weiterlesen ...

Man muss schon frühmorgens einigermaßen resilient sein, wenn man noch vor dem ersten Kaffee auf ein solches Kleinod moderner Kommunikationskunst stößt.
Da erscheint eine Anzeige von Instagram, die – so steht es dort ausdrücklich – politische Werbung ist.
Der Claim lautet:
… Weiterlesen ...„Instagram unterstützt ein EU-weites digitales Mindestalter, das die Zustimmung der Eltern erfordert.“