Science and Sense – Endruscheit bloggt

Über Wissenschaft, (Pseudo-)Medizin, Aufklärung, Humanismus und den Irrsinn des Alltags

Ein Neuanfang – und eine Fortsetzung

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Der skeptische Katta begleitet mich vom ersten Tag dieses Blogs an und mahnt stets zu konstruktiven Skeptizismus
(Eigenes Bild)

Nach dem Umzug zu diesem neuen Ort, der mich weniger technische Nerven gekostet hat als erwartet, ist dieser Blog nun wieder da – auf eigenen Beinen, auf eigener eindeutiger Adresse und mit dem ersten Beitrag im neuen Obdach.… Weiterlesen ...

Servicepost: Der Elternunterhalt in der Diskussion

Eine der derzeit umlaufenden politischen Schlagzeilen vermeldet, die gesetzliche Bruttoverdienstgrenze von 100.000 Euro, unterhalb der kein Elternunterhalt von Kindern gefordert werden kann, solle fallen. Das ist in der Tat im Gespräch. Nur wird die Folgerung daraus meist sehr verkürzt dargestellt.

unrecognizable woman touching shoulder of man at home
Photo by Gary Barnes on Pexels.com

Die 100.000-Euro-Grenze war keine materielle Neuregelung des Elternunterhalts, sondern vor allem eine vereinfachende Regelung für die Verwaltungspraxis.… Weiterlesen ...

Lebe länger mit YT-Werbung!

Es gibt Werbeformen, die man nicht wegklicken kann, weil sie die Faszination eines Autounfalls besitzen. Das „Longevity‑Band“, das derzeit auf YouTube beworben wird, gehört in diese Kategorie. Ein Textilstreifen fürs Handgelenk, der angeblich „unbewusste Regulationen des Körpers“ erkennt, „langfristige Muster“ analysiert und zehntausende Herzinfarkte verhindern könnte – während die Apple Watch „nur Oberflächenwerte“ messe.… Weiterlesen ...

Kabinettsumbau und Selbstwahrnehmung

Ein politisches Signal mit riskanter Tiefenstruktur

Der heute bekannt gewordene Kabinettsumbau der Bundesregierung wirkt weniger wie eine administrative Neuordnung, sondern wie ein politisches Statement. Friedrich Merz hätte die Möglichkeit gehabt, die Regierung in einer Phase hoher gesellschaftlicher Anspannung zu stabilisieren und hinsichtlich der von ihm selbst vehement beklagten „Stimmung in der Bevölkerung“ zu deeskalieren.… Weiterlesen ...

Blind, taub, aber leider nicht stumm – die Schuldenbremse in der Publizistik

Es ist bemerkenswert, wie hartnäckig große Teile der deutschen Publizistik an der Schuldenbremse festhalten, als wäre sie die letzte Bastion politischer Vernunft. Dabei zeigt inzwischen eine breite ökonomische Stimmenlage: Das Festhalten an Schuldenbremse und „schwarzer Null“ ist nicht Ausdruck von Disziplin, sondern ein Risiko für die Zukunftsfähigkeit des Landes.

Screenshot: Spiegel online, 21.07.2026

Die moralische Erzählung analog der „schwäbischen Hausfrau“ wirkt dabei wie ein Reflex aus einer anderen Zeit.… Weiterlesen ...

Die Causa Spahn und ihre Fehlwahrnehmung

Im Grunde habe ich mich nicht bemüßigt gefühlt, zur sogenannten „Leihmutterschaftsaffäre“ um Jens Spahn irgendetwas zu sagen. Nun tue ich es hier trotzdem. Warum? Weil die öffentliche Debatte den Kern systematisch verfehlt. Und weil Spahns eigener Umgang mit der Situation — sein Rücktritt, seine Erklärung, seine Vernebelung — selbst Teil davon ist.… Weiterlesen ...

Zur Schufa – ganz generell und ganz persönlich

Warum das Geo‑Scoring der Schufa die Realität verfehlt

Altes Krayer Rathaus,
Ausdruck einer wohlhabenden Arbeitergemeinde der 1930er Jahre.
Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license
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Die Schufa ist derzeit mal wieder in aller Munde. Trifft es zu, was unter anderem der NDR ermittelt haben will, dann führt die Schufa eine Schattendatenbank mit der gesamten Historie früherer Einträge.… Weiterlesen ...

Des Kanzlers Worte

Heute früh (09.07.2026) im Bundestag sprach der Kanzler über das Reformprojekt seiner Koalition im Bundestag. Sichtlich selbstbewusst, sichtlich bewegt. Zu Recht?

moon rising over berlin reichstag dome
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    Merz spricht über seine Reformpolitik, als sei sie die Vollendung eines verfassungsstaatlichen Projekts, das seit 1949 darauf gewartet habe, endlich „modernisiert“ zu werden. Er tut so, als sei das Grundgesetz eine Art politischer Auftrag, den er nun mit Entschlossenheit und Effizienz erfüllt.… Weiterlesen ...

    Publizistische Verantwortung und die Grenzen der Dramaturgie

    Ich habe mein SPIEGEL‑Abo gekündigt. Nicht aus Affekt, sondern aus der nüchternen Beobachtung einer publizistischen Verschiebung, einem zunehmenden Verlust analytischer Fähigkeit und der Wandlung von der Analyse zum Narrativ. Einige Beispiele dafür finden sich auf diesem Blog. Und schon der erste Blick in die frei zugängliche SPON‑Ausgabe am nächsten Morgen genügte, um mich in dieser Entscheidung zu bestätigen.… Weiterlesen ...

    Misstrauen als Politik – Die Krankschreibung ab Tag eins

    Der Beschluss der Koalition, Krankschreibungen verpflichtend bereits ab dem ersten Krankheitstag vorlegen zu müssen, stößt – offenbar zum Erstaunen der Regierungsmannschaft – auf massive Kritik von buchstäblich allen Seiten. Das verwundert nicht. Denn vom sachlichen Gehalt der Kritik abgesehen ist die Maßnahme Symptom eines tieferen Problems: eines Misstrauensparadigmas gegenüber der Arbeitnehmerschaft und eines Bruchs der demokratischen Moderationsrolle, die Politik gegenüber asymmetrischen Machtverhältnissen in der Arbeitswelt ausüben muss.Weiterlesen ...

    Kapitaldeckung ist kein Fortschritt — sondern die Fortschreibung des Problems

    Einige (sehr) kritische Anmerkungen aus nationalökonomischer Sicht auf den Heilsbringer „kapitalgedeckte Rente“

    Was mich an der aktuellen Debatte über die kapitalgedeckte Rente irritiert, ist ein blinder Fleck, der sich quer durch alle Lager zieht: die Vorstellung, Kapitalmärkte hätten mit der realen Wertschöpfung durch Arbeit nichts zu tun. Dabei wussten schon Smith, Ricardo und Marx – bei allen Unterschieden – eines ganz sicher: Wert entsteht durch Arbeit, Kapital ist gespeicherte Arbeit, und Rendite ist ein Anteil am von Arbeit erzeugten Mehrwert.Weiterlesen ...

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