Über Wissenschaft, (Pseudo-)Medizin, Aufklärung, Humanismus und den Irrsinn des Alltags

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Von der anekdotischen Evidenz zur wissenschaftlichen Bescheidenheit

Dogma und Wissenschaft (Symbolbild)

Die Falle der anekdotischen Evidenz: Warum „Mir hat es geholfen“ kein Beweis ist

Es gibt zwei Standardreaktionen, die Kritiker wissenschaftlich unhaltbarer Methoden wie Homöopathie oder anderer Formen der Pseudomedizin regelmäßig zu hören bekommen. Die eine ist das altbekannte

„Wer heilt, hat Recht“,

die andere:

„Mir hat es aber geholfen“.

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“Umstrittene” Homöopathie – gibt es eine Kontroverse, wenn ja, welche?

In engem Zusammenhang mit meinen beiden letzten (vermutlich ermüdenden) Beiträgen zu Evidenzbasierter Medizin und Homöopathie möchte ich heute noch eine andere Facette des im Grunde gleichen Themas erörtern.

Es endet wohl nie, dass Homöopathie in den Medien und in Diskussionen als “umstritten” gelabelt wird. Ich gebe zu, dass das bei mir einen sofortigen Abwehr- und Widerspruchsreflex hervorruft.… Weiterlesen ...

Si tacuisses …

Vor Kurzem erschien auf einer Webseite des Zentralvereins homöopathischer Ärzte ein Interview (natürlich mit einem hochrangigen Vertreter des Zentralvereins homöopathischer Ärzte). Darin wird die derzeit grassierende Missachtung der Hahnemannschen Lehre bejammert und die Verantwortung für diese beklagenswerte Situation den Skeptikern und Kritikern zugeschrieben. (Zuviel der Ehre.) Diesen kritischen Skeptikern wird so ziemlich alles abgesprochen, was man jemandem, dessen Position man nicht zu akzeptieren imstande ist, nur absprechen kann.… Weiterlesen ...

Hightech-Medizin und homöopathische Sandkastenspiele (2)

Heute mal ein Video zum Thema

Es ist mal wieder an der Zeit, die Entfernungen zu dokumentieren, die die Homöopathie vom wissenschaftlichen Fortschritt in der Medizin trennen. Sonst glaubt hinterher tatsächlich noch einer, Verdunstungsrückstände von Wasser, in dem irgendwann mal Reste irgendeiner Ursubstanz enthalten waren, hätten eine medizinische Wirkung.

Wisst ihr, was das Problem der Proteinfaltung ist?… Weiterlesen ...

Gedanken zu IGeL

Ich hasse Wortspiele …

Wer ist ihnen nicht schon einmal begegnet, den IGeL-Angeboten in der Arztpraxis, den „individuellen Gesundheitsleistungen“, deren augenfälligster Aspekt erst einmal ist, dass man sie aus eigener Tasche bezahlen darf?

Zu diesem Thema überraschte kürzlich der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) mit einer sehr deutlichen Pressemitteilung [1] zu seinem „IGeL-Report 2018“.… Weiterlesen ...

Homöopathie – Wunderglaube?

Die Homöopathieanhänger finden nichts dabei, einer Methode das Wort zu reden, die sich in ihrem eigenen Alltag ständig selbst widerlegt. Eine erstaunliche Form von Glaubensfestigkeit.

Häufig weisen Kritiker darauf hin, dass Homöopathie als Methode vor allem deshalb schon a priori obsolet sei, weil ihre Grundlagen gegen naturgesetzliche Gegebenheiten, gegen wissenschaftlich erstklassig abgesicherte Erkenntnisse verstoßen, die sich täglich, stündlich, sekündlich in unser aller Alltag manifestieren – nur für die Homöopathie jedoch suspendiert sein sollen.… Weiterlesen ...

Paradigmenwechsel – so, so.

Heute mache ich es mal kurz.

Auf dem Holzweg

Verehrte Kontrahenten von der homöopathischen Fraktion und Befürworter wissenschaftlicher Revolutionen. Euch scheint bei der Forderung nach einem “Paradigmenwechsel” in der Medizin (natürlich in Richtung einer Öffnung für Beliebigkeit), gar einer wissenschaftlichen Revolution in eurem Sinne, etwas entgangen zu sein.

Es wäre hilfreich, die Realität wahrzunehmen.… Weiterlesen ...

Gibt es “mehrere Medizinen”? Alternativ, komplementär, integrativ…

Was soll das ganze Gerede von alternativer, komplementärer und auch integrativer Medizin eigentlich? Gibt es mehrere Medizinen? Oder soll hier verschleiert, verunklart, sollen Begriffe in- und übereinandergeschoben werden, um Grenzziehungen zu verwischen? Grenzziehungen zwischen Medizin und Nicht-Medizin?

Setzen wir die Definiton von “Medizin” im heutigen Sinne vornean: Medizin ist das, was nachweislich (belegbar) spezifisch wirkt und was wegen der Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit der Wirksamkeit und des Auftretens von unerwünschten Wirkungen zuverlässig abschätzen zu können, auch verantwortlich beim individuellen Patienten zur Behandlung eingesetzt werden kann.… Weiterlesen ...

Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen – Freiheitsrecht oder Missbrauchspotenzial?

Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog „Die Erde ist keine Scheibe“
und wird hier in leicht überarbeiteter Form wiederveröffentlicht.

Bei Verfechtern einer „eigenverantwortlichen Impfentscheidung“ wie auch bei solchen, die Homöopathie „unter die Leute bringen“ wollen, beobachte ich seit einiger Zeit gleichermaßen eine diskreditierende Strategie gegenüber den jeweiligen Kritikern, mit der diesen Absichten zu einer „Beschneidung von Freiheitsrechten“, einer „Einschränkung der Therapiefreiheit“ und gar eine Nichtachtung demokratischer Regeln vorgeworfen wird.… Weiterlesen ...

„Ausgewogene“ Berichterstattung – ein Problem?!?

Credits: University of California, Berkeley

Wieso Problem? Nun, ausgewogene Berichterstattung ist sicher zunächst einmal eine journalistische Tugend, die auch in den journalistischen Studiengängen vermittelt wird. Offenbar nicht vermittelt wird dort, dass diese Tugend nicht immer und überall Sinn macht und gelten kann.

Das große Feld, in dem diese Tugend zur Untugend wird, ist die Pseudomedizin, ganz besonders beliebt ist dabei einmal mehr das Thema Homöopathie.… Weiterlesen ...

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