Science and Sense – Endruscheit bloggt

Über Wissenschaft, (Pseudo-)Medizin, Aufklärung, Humanismus und den Irrsinn des Alltags

Vom Sozialismusgespenst

Wie die Union die Linke ächtet und die Geschichte vergisst

„Sozialismus“ – ein Gespenst ohne Begriff

Ich habe meinen Studierenden einmal eine scheinbar einfache Aufgabe gestellt: „Beschreiben Sie die Wirtschaftsform im Sozialismus.“ Die meisten scheiterten – und lagen damit richtig. Denn wer diese Frage beantworten will, muss zunächst wissen, dass es keine einheitliche, historisch konkretisierte Wirtschaftsform des Sozialismus gibt.… Weiterlesen ...

„Links ist Geschichte“ – Eine Groteske der Gegenwart

Illustriert von Microsoft Copilot

Einleitung: Die rhetorische Provokation

Es gibt Sätze, die tun weh. Nicht, weil sie klug sind, sondern weil sie die Wirklichkeit verzerren und dabei so selbstgewiss daherkommen, dass man sich fragt, ob ihre Urheber sie tatsächlich glauben. Der Satz „Links ist Geschichte“, öffentlich geäußert von Friedrich Merz und Markus Söder, gehört in diese Kategorie.… Weiterlesen ...

ME/CFS: Baldrian für Schwerstkranke


Wie Politik ME/CFS-Betroffene erneut im Stich lässt

Akten geschlossen – Forschung vertagt.
(ChatGPT 5)

Es war ein Video, das Hoffnung machte. Dorothee Bär und Nina Warken traten gemeinsam auf, versprachen Aufmerksamkeit, Forschung, Versorgung.… Weiterlesen ...

Pflichtzeit oder Zwangsdienst?

Warum die Debatte um eine Allgemeine Dienstpflicht verfassungsrechtlich neu geerdet werden muss

Es ist eine dieser Ideen, die plötzlich auftauchen, sich rhetorisch verselbstständigen und dann – oft ohne Prüfung ihres Realitätsgehalts – als vermeintlich pragmatische Lösung durch die Medienlandschaft geistern: die „Allgemeine Dienstpflicht“.

Was dabei auffällt: Die Diskussion wird mit einer bemerkenswerten Nonchalance, nahezu feuilletonistisch geführt – als ginge es um ein pädagogisches Experiment, nicht um einen tiefgreifenden Eingriff in die Grundstruktur individueller Freiheit.… Weiterlesen ...

Die blinden Flecken des Billigkonsums

I. Die Ökonomie des sinnlosen Kaufens

Man muss kein Kulturpessimist sein, um festzustellen: Ein großer Teil unseres heutigen Konsums ist kein Ausdruck von Bedarf, sondern Ergebnis einer perfekt orchestrierten Verführung.

Über Social-Media-Plattformen, Reels und App-Benachrichtigungen erreicht uns eine Flut von Angeboten, die weniger auf Qualität als auf Reflexe zielt: Sieben Shirts für 22 Euro, nur heute 80 Prozent Rabatt, kostenloser Versand, ständige Geschenke-Offerten – und alles mit einem Wisch erreichbar.… Weiterlesen ...

Framing statt Fakten – ein Nachtrag

Warum das Politbarometer rhetorische Nebel misst – und der Journalismus zu spät aufwacht


„Nachgeschärft“ wurde hier gar nichts

Sonntagmorgen. Zeit für Klarheit. Und für eine Nachschärfung – um die Begrifflichkeit des SPIEGEL zu verwenden. Denn was sich in den letzten Tagen rund um Friedrich Merz’ „Stadtbild“-Aussage und das ZDF-Politbarometer abgespielt hat, ist ein Paradebeispiel für das, was ich bereits in meinem letzten Beitrag kritisiert habe: die rhetorische Selbstverstärkung zwischen Politik, Umfrage und publizistischer Begleitmusik.… Weiterlesen ...

Framing statt Fakten

Wie Journalismus zur Echokammer politischer Rhetorik wird

Bild von Manfred Steger auf Pixabay

1. Ein Land im rhetorischen Ausnahmezustand

Muss man sich eigentlich jeden Tag aufregen? Manchmal scheint es so. Nicht nur über politische Rhetorik, sondern zunehmend auch über den Journalismus, der sie begleitet – oder besser: der sie verstärkt.… Weiterlesen ...

DB Cargo – Mission Impossible

Bild von Alexander Droeger auf Pixabay

DB Cargo zwischen Markt und Mythos

Die Entlassung der Spartenchefin von DB Cargo richtet den Fokus erneut auf dieses „Problemkind“ der Deutschen Bahn. Und da sollte man sich einen klaren Blick bewahren.

Das Dilemma von DB Cargo lässt sich nur verstehen, wenn man den Güterverkehr als das betrachtet, was er tatsächlich ist – kein Bereich klassischer Daseinsvorsorge, sondern ein marktwirtschaftlich organisierbarer Sektor industrieller Logistik.… Weiterlesen ...

Leistungsprämien für Beamte? Die spinnen, die Berliner

Zur Fehlkonstruktion von Leistungsprämien im Beamtenrecht

1. Berliner Fehlleistung als Symptom

„Damit sich Leistung nicht mehr lohnt“ – so endet eine Notiz im Berliner Tagesspiegel, die über die Streichung sämtlicher Leistungsprämien für Landesbeamte berichtet. Bis zu 5.000 Euro jährlich seien bislang zusätzlich gezahlt worden. Nun sei Schluss damit.

Man möchte fragen: Was hatten die denn im Tee?… Weiterlesen ...

Reform oder Ritual? Warum der SPIEGEL der Bahnreform schon nicht mehr glaubt

Man muss kein Fachmann für Verkehrspolitik sein, um zwischen den Zeilen des aktuellen SPIEGEL-Artikels über die neue Bahnchefin Evelyn Palla zu lesen: Von der einst groß angekündigten Reform der Deutschen Bahn ist nichts mehr übrig – außer dem Versuch, die Erwartung an sie möglichst geräuschlos herunterzudimmen.

Vom Aufbruch zur Abarbeitung

Ursprünglich sollte das 32-seitige Strategiepapier von Minister Schnieders die Bahn neu denken – als Aufbruchsdokument, das das Verhältnis zwischen Bahn, Bund und Regulierungsbehörde endlich klärt und die dysfunktionalen Doppelstrukturen zwischen Netz, Betrieb und Konzernführung aufbricht.… Weiterlesen ...

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