Eine neue Homöopathie-Studie zur homöopathieärztlichen Betreuung von Säuglingen (!) vom Dezember 2024 war schon wieder einmal auf dem besten Wege, als „Durchbruch in der Homöopathieforschung“ gefeiert zu werden. Veröffentlicht nicht in einem homöopathischen Nischenblatt, sondern in einem seriösen pädiatrischen Journal, dem European Journal of Pediatrics – also genau dort, wo man sich wissenschaftliches Renommee erhofft.… Weiterlesen ...
Kategorie: Studien Seite 1 von 3

Mal wieder wird eine Akupunkturstudie in einem medizinischen Fachdienst als relevant und evidenzbegründend dargestellt — diesmal mit Fokus auf ältere Menschen mit chronischen Rückenschmerzen. Und mal wieder zeigt sich: Die methodische Schräglage beginnt schon in den ersten Zeilen.
Wir werden uns noch mit allerlei Details beschäftigen.… Weiterlesen ...
Wie wissenschaftliche Zombies in den Bibliothekskatalog wandern

Neulich erreichte mich über die GWUP eine Anfrage, die – wäre man nicht so abgehärtet – für ungläubiges Kopfschütteln gesorgt hätte.
Ein Leser war im Wissensportal „Primo“ der TU Berlin auf einen peer-reviewed article gestoßen, der Akupunkturmeridiane als „Interferenzmuster des kohärent ausgesendeten Zellichts“ – also der sogenannten Biophotonen – erklärte.… Weiterlesen ...

Vor wenigen Tagen fand ich in meinem Blogpostfach eine bemerkenswerte E-Mail. Der Absender: ein offenbar engagierter Mensch aus dem Ausland, der sich selbst als Mittler einer kleinen, vielversprechenden therapeutischen Entdeckung versteht, offenbar im Agentursinne auf der Suche nach einem Geschäftsmodell. Die Botschaft war klar: Ein niedersächsischer Arzt behandle Long Covid und Post-Vac erfolgreich – mit einem „altbekannten, sicheren Peptid“ an nicht mal einer Handvoll Patienten.… Weiterlesen ...

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat eine Stellungnahme zu ME/CFS veröffentlicht, die sich dem Titel nach als sachliche Information über den Forschungsstand ausgibt. Doch wer den Text mit aufmerksamem Blick liest – insbesondere vor dem Hintergrund der seit Jahren bestehenden systematischen Fehlwahrnehmungen in Teilen der neurologischen Fachwelt –, erkennt schnell: Hier wird nicht informiert, sondern verteidigt.… Weiterlesen ...

Die Falle der anekdotischen Evidenz: Warum „Mir hat es geholfen“ kein Beweis ist
Es gibt zwei Standardreaktionen, die Kritiker wissenschaftlich unhaltbarer Methoden wie Homöopathie oder anderer Formen der Pseudomedizin regelmäßig zu hören bekommen. Die eine ist das altbekannte
„Wer heilt, hat Recht“,
die andere:
… Weiterlesen ...„Mir hat es aber geholfen“.

Die Wissenschaft ist in der Vertrauenskrise – so könnte man meinen, wenn man sich die Diskussionen um Pandemien, Klimawandel oder alternative Heilmethoden ansieht. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Umfragen und Studien, die das „Vertrauen in die Wissenschaft“ messen. Die jüngste dieser Untersuchungen, erschienen in Nature Human Behaviour1, hat mit großem Aufwand das Vertrauen in Wissenschaft und Wissenschaftler in 68 Ländern erhoben.… Weiterlesen ...

Ich bin ja nur ein kleiner Blogger, der allerdings auch selbst schon wissenschaftlich veröffentlicht und ein Auge auf Tendenzen im Wissenschaftsbetrieb hat. Letzteres ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Warum – dazu stelle ich heute einmal einen wichtigen Teilaspekt vor, die wissenschaftliche Publikationspraxis. Da sehe ich allerlei Düsternis.… Weiterlesen ...

SPIEGEL online berichtet über eine systematische Arbeit von Cochrane zum Effekt des Maskentragens. Kurz gesagt, kommt Cochrane zu dem Ergebnis, dass weder für noch gegen Effekte des Maskentragens bei Infektionsereignissen solide Evidenz vorliegt.
Es handelt sich um eine statistische Metaanalyse, die die Daten aus verschiedenen Einzeluntersuchungen aggregiert und insgesamt auswertet. Neben den systematischen Review ist dies eine der Methodiken für zusammenfassende Arbeiten im Bereich der Empirie.… Weiterlesen ...
