Über Wissenschaft, (Pseudo-)Medizin, Aufklärung, Humanismus und den Irrsinn des Alltags

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Digitalisierung ohne Fundament

Wie ein Univadis‑Artikel unfreiwillig die deutschen Irrwege offenlegt

mother covering eyes of her children with hands against internet content on digital pad
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Es gibt Texte, die mehr über ein Thema verraten, als sie eigentlich sagen wollen. Der jüngste Univadis‑Artikel zur Digitalisierung im Gesundheitswesen gehört in diese Kategorie. Er präsentiert Ergebnisse des Innovationsfondsprojekts „NADI – Nutzen und Akzeptanz von Digital Health“ und benennt drei Erfolgsfaktoren: gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen, Investitionen und spürbar nutzenbringende Funktionen.… Weiterlesen ...

Solidarität ist kein Restposten

Warum Sozialstaatlichkeit mehr ist als Bedürftigenhilfe

Moderne Sozialstaatlichkeit wird häufig in einer verkürzten Logik diskutiert: Der Staat hilft denen, die es nicht schaffen. Wer leistungsfähig ist, organisiert sich privat. Solidarität erscheint in diesem Bild als subsidiäre Intervention – als Reparaturmechanismus für individuelle Defizite.

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Ein schlagendes Beispiel für dieses Fehlverständnis lieferte kürzlich der Vorsitzende der Jungen Unternehmer, Thomas Hoppe, im STERN im Gespräch mit Helena Steinhaus von sanktionsfrei.deWeiterlesen ...

Unsichtbare Fäden – ganz persönlich

Manchmal zeigen uns digitale Systeme Dinge, die wir selbst nie entdeckt hätten.
Vor ein paar Jahren habe ich für meinen Sohn einen kleinen Stammbaum auf MyHeritage angelegt. Ein paar Urgroßeltern, ein paar Seitenlinien — nichts Großes. Eher ein freundlicher Versuch, die Vergangenheit nicht ganz im Nebel verschwinden zu lassen.

Dann kam Norwegen.… Weiterlesen ...

Gesundheitssystem: Mal wieder ein großartiger Reformvorschlag

Es gibt politische Vorschläge, die weniger nach Reform klingen als nach dem Geräusch einer Buchung im Haushaltsplan. Der Gedanke, die Zahnmedizin aus der gesetzlichen Krankenversicherung herauszulösen, gehört in diese Kategorie. Er spart nichts, er verschiebt nur – zeitlich, sozial und medizinisch.

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Zahn- und Mundgesundheit sind kein luxuriöser Randbereich, sondern ein Paradebeispiel für wirksame Prävention.… Weiterlesen ...

Die Beamten – und die falsche Adresse der Kritik

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Die jüngste SPIEGEL-Titelstory über „die Beamten“ enthält vieles, was nicht falsch ist. Gerade das macht ihn problematisch. Denn er reiht richtige Einzelbeobachtungen aneinander, ohne sie kausal zu verbinden, und lenkt die Aufmerksamkeit auf die falsche Adresse. Kritik wird personalisiert, wo sie strukturell sein müsste.

Das Pensionslasten-Missverständnis

Das zentrale Beispiel dafür sind die immer wieder beklagten Pensionslasten.… Weiterlesen ...

Die Illusionen der ökonomischen Vernunft

Warum unsere wirtschaftspolitischen Debatten an falschen Bildern scheitern

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Wer die wirtschaftspolitischen Debatten der vergangenen Jahre verfolgt, stößt auf ein merkwürdiges Phänomen: Es mangelt nicht an Zahlen, nicht an Studien, nicht an Expertise. Und doch kreisen Diskussionen immer wieder um Narrative, die bei näherer Betrachtung wenig mit der realen Funktionsweise moderner Volkswirtschaften zu tun haben.… Weiterlesen ...

Gold, Diamanten und der Mythos vom „ewigen Wert“

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Warum symbolische Vermögen keine Zukunft finanzieren

Endlich mal ein Lichtblick ökonomischen Denkens in den Medien. Der SPIEGEL berichtet über die Absicht verschiedener Zetnralbanken – so auch der Bundesbank – ihr Goldvermögen oder Teile davon aus den Tresoren der FED „nach Hause zu holen“. Die Pointe, bei der ich dem SPIEGEL-Autor völlig zustimme ist: Wozu?… Weiterlesen ...

Exportüberschüsse sind kein Wohlstand

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Wie der deutsche Exportfetisch Nachfrage zerstört, Sozialkassen aushöhlt und Abhängigkeiten schafft

Über Jahre galt er als Ausweis wirtschaftlicher Stärke: der deutsche Exportüberschuss. „Exportweltmeister“ wurde gefeiert wie ein Gütesiegel, ein Beleg für Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Vernunft. Wer Zweifel anmeldete, galt als weltfremd oder neidisch auf den Erfolg.… Weiterlesen ...

Wenn Angebotspolitik Finanzmarktrisiken erzeugt

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Wie falsche Anreize Liquidität umlenken – und Krisen begünstigen

In der wirtschaftspolitischen Debatte wird angebotsorientierte Politik häufig als harmlos oder zumindest risikoarm dargestellt. Steuererleichterungen, Abschreibungsmöglichkeiten und pauschale Investitionsanreize gelten als Mittel, um Wachstum „anzuschieben“. Bleibt dieses Wachstum aus, wird der Misserfolg meist individualisiert: Unternehmen seien zu zögerlich, Arbeitnehmer nicht leistungsbereit genug, Märkte zu träge.… Weiterlesen ...

Wenn Moral Analyse ersetzt

Warum über Arbeit geredet wird, wenn über Nachfrage gesprochen werden müsste

Dieser Text kann als Fortführung meines Artikels „Mehr Arbeiten ist keine Wirtschaftspolitik“ beim Humanistischen Pressedienst gelesen werden.


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Lifestyle-Teilzeit? – Photo by Pixabay on Pexels.com

In der aktuellen wirtschaftspolitischen Debatte fällt ein bemerkenswertes Missverhältnis auf: Über Arbeitszeit, Leistungsbereitschaft und individuelle Anstrengung wird ausgiebig gesprochen – über Nachfrage, Investitionen und makroökonomische Steuerung hingegen kaum.… Weiterlesen ...

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