
(Eigenes Bild)
Nach dem Umzug zu diesem neuen Ort, der mich weniger technische Nerven gekostet hat als erwartet, ist dieser Blog nun wieder da – auf eigenen Beinen, auf eigener eindeutiger Adresse und mit dem ersten Beitrag im neuen Obdach. Das fühlt sich für mich schon ein bisschen wie ein Neuanfang an, auch wenn es von Idee, Inhalt und Grundhaltung eine Fortsetzung ist.
Der erste Beitrag erschien im September 2016, damals noch unter dem augenzwinkernden Titel „Keine Ahnung von Garnix“ – eine kleine Provokation an jene aus der Pseudomedizinszene, die uns Kritiker gern genau das vorwarfen, was dieser Titel aussagt. Und der eine oder die andere durchaus Prominente der Szene ließ sich zu meiner Erheitung tatsächlich davon zu billigen Wortspielen provozieren. Später wurde daraus „Science and Sense“: weniger ironisch, dafür treffender (und zitierfähiger, zuzugeben!) – und das ist heute der Name, unter dem der Blog weiterlebt.
Natürlich schreibe ich an vielen anderen Orten mehr als hier – für Zeitschriften, für wissenschaftliche Journale, für Webseiten. Aber der Blog ist mein persönlicher Raum. Hier geht es um meine Anliegen und meine eigene Art, sie zu formulieren. Es macht einen Unterschied, ob man für ein Fachpublikum schreibt oder eben für sich und eine offene Leserschaft. Und ja: ich möchte auch eine gewisse Kontinuität dessen bewahren, mit dem, womit ich mich über die Jahre befasst habe. Erstaunlich vieles von früher wirkt auch heute noch zeitlos – daher auch mein Tipp an neue Leser: ruhig mal ein wenig stöbern in den älteren Beiträgen.
Insofern sehe ich diesen Blog auch als eine Art Studierzimmer mit offener Tür: Wer eintreten mag, darf Platz nehmen, zuhören, widersprechen – und vielleicht auch eigene Gedanken mit hinausnehmen.
Warum schreibe ich diesen Blog? Natürlich auch als eine Art persönlicher Psychohygiene – um Dinge zu sortieren, die mich bewegen. Aber auch, um ein Nachdenken, vielleicht sogar einen Diskurs anzuregen, der nicht schrill und aggressiv ist, sondern mit Nachdenken, mit Argumenten und mit Respekt vor Wahrheit und Klarheit arbeitet. Kulturkämpfe zu befeuern, ist nicht mein Ziel.
Das bedeutet nicht, dass hier nur schwere Kost zu finden ist. Oft schweifen meine Gedanken auch in Alltagsminiaturen ab – kleine Beobachtungen, Begegnungen, Episoden. Aber auch darin spiegelt sich das wider, was für mich grundlegend ist: eine humanistische, rationale, von Vorstellungen der Gerechtigkeit geprägte Haltung.
Vielleicht liegt genau darin der rote Faden: Ob es um große philosophische Fragen geht oder um kleine persönliche Episoden – immer ist es dieselbe Grundorientierung, die mitschwingt.
Wer diesen Blog liest, soll keine Antworten aus einer absoluten Warte erwarten. Aber man darf gewiss sein, dass hier einer schreibt, der nach Klarheit sucht, der sich um Wahrhaftigkeit bemüht – und der überzeugt ist, dass ein humanistischer, rationaler, gerechter Blick auf die Welt noch immer die beste Orientierung gibt, die wir haben.
Ob Sie diesen Blog schon länger verfolgen oder gerade erst hierher gefunden haben – willkommen!
Ich freue mich über jede und jeden, die oder der mitliest, nachdenkt, vielleicht auch widerspricht.
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